Wismut
Bleiersatz in Loten und Legierungen, Magenpräparate in der Medizin, Pigmente und Kosmetik, niedrigschmelzende Legierungen für Brandmelder, bleifreie Munition und Sanitärtechnik
Bleiersatz in Loten und Legierungen, Magenpräparate in der Medizin, Pigmente und Kosmetik, niedrigschmelzende Legierungen für Brandmelder, bleifreie Munition und Sanitärtechnik
China kontrolliert rund 80 Prozent der weltweiten Wismut-Förderung und etwa 90 Prozent der Raffinadeproduktion, was die Versorgung stark von chinesischen Exportentscheidungen abhängig macht.
Getrieben von der Nachfrage nach bleifreien Alternativen in Elektronik, Sanitärtechnik und Munition ist der Preis von Wismut seit 2025 um ein Vielfaches gestiegen, während chinesische Exportbeschränkungen das Angebot zusätzlich verknappen.
Wismut ist seit dem 14. Jahrhundert aus dem sächsischen Erzgebirge bekannt und wurde lange mit Blei und Zinn verwechselt; sein Name geht vermutlich auf das mittelhochdeutsche „wîz" für „weiß" zurück. Ungewöhnlich für ein Metall dehnt es sich beim Erstarren aus – und ist dabei, anders als seine Nachbarn Blei und Polonium im Periodensystem, praktisch ungiftig.